Ecstasy

Ecstasy

Ecstasy, auch als XTC, Adam, E, Dinger und Teile bezeichnet (chemisch: 3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin). Abgekürzt MDMA.

Das Amphetaminderivat MDMA wurde erstmals 1914 von der Firma Merck synthetisiert, und war eine Zeitlang als Appetitzügler im Handel.  Vor allem wegen seiner kontakt- und Kommunikationsfördernden Wirkung wurde es bis 1985 in den USA und bis 1993 in der Schweiz in der Psychotherapie eingesetzt.

Im September 2009 hat ein Arzt und Psychotherapeut in Berlin mehreren Klienten in einer Gruppensitzung einen Drogencocktail verabreicht. Zwei Teilnehmer starben, 6 weitere befanden sich in Lebensgefahr. Offensichtlich war auch Ecstasy in der verhängnisvollen Mixtur.

Ecstasy wird überwiegend in Form von farbigen Tabletten angeboten, mit vielfältigen Aufdrucken. Gelegentlich auch in kristalliner Form. Die genaue Zusammensetzung der in illegalen Laboratorien hergestellten Tabletten oder Kapseln ist aber meist unbekannt. Es besteht die Gefahr, dass dem gewünschten MDMA noch weitere unbekannte und potentiell gefährliche Substanzen zugefügt werden, und somit die Wirkung nicht kalkulierbar ist.

Ecstasy ist weit verbreitet als Partydroge,  v.a. wird es in der Techno Szene auf sog. Raves konsumiert. Das Musikerleben in der Gemeinschaft vieler Tanzender wird intensiviert, die subjektiv empfundene Ausdauer wird erhöht. Unter der Droge kann Stunden, sogar ganze Nächte durchgetanzt werden. Doch diese Wirkung ist trügerisch und kann schnell gefährlich werden. Durch Erhöhung der Körpertemperatur und Austrocknung kann es zum Hitzschlag, Kreislaufversagen und zum Herzstillstand kommen. Die Warnsymptome, die der Körper normalerweise in solchen Situationen aussendet, wie Durst und Erschöpfung, werden nicht mehr wahrgenommen.

Über Langzeitschäden durch regelmäßigen Ecstasy Konsum ist bisher wenig bekannt. Es gibt aber Hinweise auf Beeinträchtigungen der Informationsverarbeitung, auf Störungen der Merkfähigkeit und auf Stimmungsschwankungen.

Körperliche Entzugserscheinungen nach regelmäßigem Konsum werden nicht beobachtet, wohl aber ein starkes Verlangen nach  Wiederholung des Konsums in entsprechender Situation. Man könnte dann von einer Sucht zum Party-Erleben sprechen, mit Vernachlässigung anderer sozialer Pflichten.